Geldanlage: Vorsicht Placebo

Immer mehr „grüne“, „alternative“, „ethische“ etc. Geldanlagen kommen auf den Markt. So viele, dass selbst der Geldwirtschaft ergebene Medien wie Capital warnen, dass „nicht alles ökologisch ist, was grün daher kommt“.
Und in der Tat, offenbar ist es so, dass das Geld- und Bankgewerbe mit „grünen“ Produkten auf die tatsächlich stärker werdenden Wünsche der Geldanleger nach „sinnvoller Geldanlage“ mit allerlei „grünen“ Placebo-Produkten reagiert.
Stutzig muss bereits machen, dass die Finanzinstitute, die jetzt angeblich saubere Produkte anbieten, nach wie vor jede Menge „schmutzige“ im Angebot haben. Es sind sogar die Institute, die zuvor das Geld der AnlegerInnen im großen Stil verzockt haben. Und nichts erklärt diesen wundersamen Öko-Wandel. Bei näherer Betrachtung halten dann die angebotenen Produkte oftmals nicht, was sie versprechen. Da werden beispielsweise Titel wie BMW-Aktien als „grün“ angeboten, nur weil BMW „am Elektroauto arbeitet“. Was soll daran „ethisch“, „ökologisch“ etc. sein? BMW ist zunächst als einer der großen (Automobil-)Konzerne entsprechend verantwortlich für die automobile Umweltzerstörung. Auch ist das Elektroauto ökologisch höchst umstritten, kostenloser öffentlicher Verkehr ist beispielsweise deut­lich sinnvoller. Das aber verhindern BMW & Co. nach wie vor. Auch werden ökologische Projekte von BMW nur betrieben, damit auch diese Nischen für den Konzernprofit ausgeschöpft und werden können. BMW kann kein ethisches Investment sein, wenn man Ethik als eine Ethik der Ökologie, des Friedens und der Gerechtigkeit begreift.

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