In den letzten Jahren sind im Rahmen der seit 2008 andauernden Finanzkrise die Zinsen für Spareinlagen erheblich abgesunken. Manche Banken nehmen mittlerweile sogar Negativzinsen.

In diesem Zusammenhang tauchte die Frage auf, ob angesichts der niedrigen bzw. der negativen Zinsen Rücklagen bei ProSolidar überhaupt noch Sinn machen? Es gäbe ja kaum noch Erträge für ProSolidar?

Darauf ist zu antworten: Es ist nach wie vor sinnvoll, Rücklagen bei ProSolidar statt bei Banken und Investmentfonds zu bilden. Nicht nur, dass jeder Euro, der bei ProSolidar zurück gelegt wird, dem profitorientierten, umweltzerstörenden und kriegstreibenden Geldkreislauf entzogen wird; es wird darüber hinaus – wie im vorhergehenden Abschnitt dargestellt – mit jeder zusätzlichen Rücklage möglich, die NGO-Arbeit für Frieden, Umweltschutz und soziale Sicherung umfassender zu fördern. In der Tat nehmen die in Stufe zwei zurückfließenden Erträge je Euro ab, aber erstens weitet sich das Volumen in Stufe eins aus und zweitens sind die zurückfließenden Erträge in ihrer nominalen Summe durch die Ausweitung in Stufe eins in etwa gleich geblieben.

Es ist also sowohl aus ökonomischen als auch aus politischen Gründen weiterhin richtig und sinnvoll, ProSolidar für Spar- und andere Rücklagen zu nutzen. Im Gegenteil, angesichts voranschreitender Umweltkatastrophen, zunehmender sozialer Probleme und wachsender Kriegsgefahren ist es dringlicher denn je ProSolidar zu stärken und weiter auszubauen. Mit 1,6 Mio. Euro ist ProSolidar noch immer ein Zwerg im Vergleich zu den Vermögen in Milliardenhöhe, die auf üblichen Sparbüchern und Investmentfonds zurück gelegt sind.

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