Der alternative Geldmarkt

Mittlerweile sind an die vierzig sogenannte Ökofonds auf dem Markt – wobei der Begriff „Ökofonds“ sehr weit gefasst ist und alles mögliche umfasst – von „ethischen Anlage-Prinzipien“ bis hin zu „Öko-Kriterien“.
Das Freiburger Öko-Institut hat die Fonds in fünf Kategorien eingeteilt:

Diese Einteilung bietet allerdings lediglich eine Orientierungshilfe – die Fondsgesellschaften selbst halten sich nicht unbedingt daran.
Die ökologischen und sozialen Maßstäbe des Natur-Aktien-Index (NAI) gelten als die konsequentesten Auswahlkriterien. Der NAI listet zum Beispiel die amerikanische Bio-Kette Whole-Foods-Market nicht, weil sie gewerkschaftliche Aktivitäten behindert. Die Eiscremefirma Ben & Jerry’s flog raus, als Unilever sie schluckte.
Auch der FTSE4Good, ein Nachhaltigkeitsindex der Londoner Börse, gilt in Fachkreisen als ein Index mit ethischem Ansatz. Mancher Anleger wundert sich indes über darin enthaltene Unternehmen wie Bayer, VW oder Lufthansa. Volkmar Lübke, Vorstandsmitglied des Verbands der kritischen Aktionäre, bemängelt: „Die Deutsche Lufthansa, die bei der Deportation von Flüchtlingen mitmacht und umweltbelastenden Flugverkehr produziert, hat in einem ethisch-ökologischen Index nichts zu suchen!“ Daniel Winkler von FTSE Deutschland sagt dazu: „Wir wollen nicht in Gut und Böse aufteilen und permanent ausgrenzen, sondern alle zu Verbesserungen anregen. Die Großunternehmen haben die Mitgliedschaft im Index längst als Imagefaktor entdeckt und liegen im produktiven Wettstreit um die Plätze, damit sie als ethisch gelten.“
Ähnlich positioniert sich auch die Ratingagentur SAM in Zürich, die den Dow Jones Sustainability Index auflegt. SAM schließt kein Unternehmen von vornherein aus. Das bringt den Schweizern viel Kritik ein. Einige Anleger fragen sich zum Beispiel, warum die Firma Shell, die im Zusammenhang mit Nigeria und der Ölplattform Brent Spar in Verruf geraten ist, nachhaltig sein soll.
„Konsumentenboykotte und sinkende Mitarbeitermotivation sind Probleme, welche die damaligen Reputationsverluste mit sich brachten“, sagt Alexander Barkawi von SAM Indexes. „Shell hat aus diesen Erkenntnissen viel gelernt und sich zu einem der nachhaltigsten Unternehmen in der Branche entwickelt.“
Es zeigt sich also zweierlei:
1. Es gibt keine ökologisch-sozial sauber arbeitenden Unternehmen.
2. Dennoch werden alle möglichen Winkelzüge unternommen, um dennoch selbst stinknormalen Profit-Konzernen ein ökologisch-soziales Mäntelchen umzuhängen
Davon gilt es sich frei zu machen und tatsächlich Verantwortung für seine Geldanlage zu übernehmen. Und das bedeutet, auf Rendite zu verzichten. Und z.B. das Angebot von ProSolidar zu prüfen, das da lautet: Leben statt Profit.

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